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Windows 10 als MediaCenter einrichten

Um was geht es?    Einleitung    Hintergrund    Fazit

 

Um was geht es?

Wenn man ein MediaCenter wie Kodi verwenden will, ist die Linux Distribution «OpenElec» eine gute Wahl. Dieser Artikel geht der Frage nach, wie man das mit Windows 10 praktisch umsetzt. D.h. die ersten Schritte in Windows 10 – das konfigurieren.

Einleitung

Der Artikel baut auf einem Intel Nuc mit Windows 10 Pro ohne Active Directory Integration auf. Ziel ist es, dass innerhalb eines LANs die Nutzung verschiedener Medien (E-Book, Musik, etc.) über verschiedene Geräte möglich ist. Der Artikel ist der zweite in der Serie MediaCenter.

Hintergrund

Der Benutzer wurde als klassischer Windows Benutzer eröffnet. Die Vorteile eines OneDriver (Outlook.com) Benutzers kommen in diesem Szenario nicht zum tragen.

Zuerst die Datenschutz Einstellungen überprüfen und ggf. anpassen:    

 

ÿ + i - danach «Datenschutz»

 

Details hat Microsoft hier erklärt. Falls gewisse Einstellungen ausgegraut sind, bzw. ein Text wie «… von Ihrer Organisation verwaltet» kann dieser Fachartikel von Günter Born weiterhelfen.

 

Die C'T Artikel zum Thema Datenschutz wurden in diesem Sonderheft zusammengefasst. Grundlageninformationen für den mündigen Bürger gibt es gratis auch hier.

Danach das automatische Update verzögern:
ÿ + i - danach «Update und Sicherheit»

 

Im Menu Punkt «Update» auf «erweiterte Einstellungen» gehen.

 

Das aktivieren des Menu Punktes «Upgrade zurückstellen» soll gemäss nicht bestätigen Informationen im Netz die Updates um 4 Monate verzögern. Sicherheitsupdates seien davon nicht betroffen.

 

Diese Einstellungen kann man nur mit der Pro und Enterprise Version machen.

 

Danach Programme installieren / deinstallieren. Das geht am einfachsten mit Powershell.

 

Powershell muss zuerst «scharf» gestellt werden. D.h. die «ExecutionPolicy» muss auf «Remote Signed» gestellt werden.

 

Unten sind die zwei Befehle zur überprüfung und ggf. Einstellung aufgelistet

Generell angemerkt sei, dass diese Beispiele mit der Version 5 (Standard in Win 10) erstellt wurden.

Die Version der eigenen Powershell Installation zu prüfen und falls noch nie gemacht die Hilfe zu updaten kann man über zwei (sprechende) Befehle erreichen:

 

Liste der installierten Apps anzeigen und die Liste in einer Textdatei speichern

PS > get-appxpackage | select name, packagefullname | tee-Object -file c:\projekt\mediapc\app-list.txt

Nun sollen die für diesen nicht Benutzer nicht erwünschten Apps entfernt werden.

 

Das Muster sieht so aus:

Get-AppxPackage *nameeinerapp* | Remove-AppxPackage

 

Mit der erstellen Textliste kann man nun die Apps über den Prompt löschen. Oder man öffnet mit Notepad die erstellte Textdatei. Dieses ergänzt man pro app mit dem obigen Beispiel. Danach die Textdatei mit der Erweiterung «.ps» speichern und und ausführen.

PS >

 

Nach den Apps folgen die Applikationen. (Vor-) installierte entfernen und neue installieren. Mit Powershell 5 wurde das «OneGet-Framework» integriert. Das entspricht einer Paketverwaltung, wie es die Linux Benutzer mit APT kennen.

Mit dem cmdlet «get-package» erhält man eine Liste der installierten Programme.

 

Natürlich könnte man diese in eine Datei umleiten. Der Befehl dazu sieht so aus:

 

PS > get-package | Out-File c:\projekt\mediapc\progs.txt

Über den Namen eines Programmes (Paketes) kann es deinstalliert werden.

 

Zu beachten ist, dass Leerzeichen in einem Programnamen mit Anführungs- und Schlusszeichen gekapselt werden müssen.

 

Was indirekt hier auch zu sehen ist, dass Powershell viele der bekannten Linux Kommandos wie «ls» oder «cat» versteht…

In den Tests gab es auch einzelne Programme die eine Bestätigung der Deinstallation verlangten.

 

Abhängig von der MSI Programmierung wird das wohl dann und wann auftreten

Die Installation der von mir gewünschten Programme erfolgt nun in einem Schritt.

 

Den Namen der Programme sind nicht immer sprechend. Dazu geht man auf die Site des Paketanbieters.

 

Oder in Powershell mit «find-package» anzeigen lassen.

 

 

Sehr beliebt unter Windows ist «Chocolatey».

https://chocolatey.org/packages

 

Nein, ich sage das nicht als Schweizer. Ich kenne belgische Schokolade, welche mir besser als die einheimischen Fabrikate gemundet hat

:-p

 

 

Die Programme die zusätzlich installiert werden:

  • Kodi
  • Calibre
  • Video Lan Client
  • Sumatra PDF Reader
  • MP3Tag
  • Album Art Download XUI
  • FileZilla Client
  • Putty
  • Chrome
  • Firefox
  • Network Adapter Driver for Windows® 10

 

Mit den Diensten von Windows kann mit Powershell ebenso effizient arbeiten. D.h. gezielt Dienste deaktivieren, konfigurieren, etc.

Ich habe hier bewusst die Apps nicht vollständig deinstalliert und nur für den Benutzer ausgeblendet. Zu einem späteren Zeitpunkt prüfe ich, ob das für die Auslastung des PC s eine Rolle spielt.

 

Fazit

Mit diesen Schritten sind die ersten Grundlagen für den Win 10 MediaPC gelegt. Weitere folgen asap. Ich kenne Powershell seit der Version 1, als man zu einem Kürsli nach Wallisellen gehen konnte. Die Entwicklung bis jetzt zur Version 5 beindruckt mich. Trotz der zusätzlichen Lernkurve, zwinge ich mich die vertrauten Pfade von Batch und WSH zu verlassen. Einfach nur um zu prüfen, was mir Powershell für Möglichkeiten gibt….

 

 

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Wert

Erstellt

3.1.2016

Letzte Änderung

6.1.2016

ID

000016

Kategorie

MediaPC

Tag

 

Autor

Peter Gyger

 

        

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