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Swisscom Ethernet Switch

 

Um was geht es?

Swisscom bietet seinen Kunden einen neuen Switch an: «Ethernet Switch». Der Hauptunterschied zum bisherigen Produkten der «Netgear GS» Reihe, sei die bessere Eignung für Datenmengen, welche in naher Zukunft bei IP TV im UHD Format anfallen.

Konkret wird es um die Qualität des QOS gehen, welche die Firma TP-Link bei dieser Produktereihe als «Enterprise QOS» vermarktet. Das metallische Gehäuse der zwei Produkte ist vergleichbar und macht einen robusten Eindruck.

Einleitung

Die Swisscom hat den Geräten eine angepasste Firmware gegeben. D.h. wer das Gerät bereits kennt bzw. mit dem «User Guide» von TP-Link das Gerät in Betrieb nehmen will, erlebt eine Überraschung.

Der Schnellinstallation Guide, der auch auf der Website von Swisscom (Ethernet-Switch: Konfiguration und Hilfe) verlinkt ist, informiert das der Switch die IP «192.168.0.1» hat. D.h. man soll den TCP IP V4 Stack des Computers der den Switch in Betrieb nimmt entsprechend anpassen, damit er konfiguriert werden kann.

Die Realität ist, dass der Switch für den unbedarften Anwender vorbereitet wurde. Wie auch auf der oben zitierten Swisscom Seite zu lesen ist, schliesst man den Switch am Router (Modem) an. Dieser gibt dem Switch eine lokale IP (DHCP) sowie allen anderen Geräten im heimischen Netz. Danach kann man die Netzwerk Geräte (IP Telefone, Computer, NAS, etc.) wie früher bei der Netgear GS Reihe einfach anschliessen. Auch der Hinweis, dass der Ethernet Anschluss Nummer 1 für den Kontakt zum Router verwendet werden muss, konnte ich nicht nachvollziehen. Auf zwei Notebooks den Flugmodus aktiviert LAN – Kabel von der Internet-Box auf dem Platz Nummer 2 eingesteckt. Zweites LAN Kabel Platz Nummer 1 mit dem Notebook verbunden. Surfen klappt – d.h. drei verschiedene nicht im Browser Cache liegende Webseiten konnten aufgerufen werden.

Natürlich richte ich mich nach dem Handbuch und verbinde den Switch mit dem Router über den Ethernet Port 1. Andernfalls riskiere ich, dass bei einem Update oder beim nutzen exotischer Funktionen Probleme auftreten. Ein Programmierer richtet sich nach Vorgaben und der Aufwand der Programmentwicklung explodiert, wenn jede mögliche Fehlerquelle die ein Anwender darstellt, berücksichtigt werden soll. Wenn die Spezifikation vorgibt, man soll den Ethernet Port 1 verwenden und man es nicht macht und eines Tages deswegen Zeit mit der Fehlersuche verliert, dann kann man A: wie ein DAU maulen: «bisher ging es doch immer…» B: man nimmt sich bei der eigenen Nase («Lernkurve»).

Apropos Lernkurve. Mit fällt auf, dass die viele Menschen sich nicht mehr Zeit nehmen, Ihre Arbeit konzentriert zu erledigen. Bzw. sie sind aus Gründen der Effizienz («schneller», «billiger», «mehr») gezwungen, die Arbeit zu erledigen, anstatt sie richtig (inkl.) zu machen. So erkläre ich mir, diesen verirrten Textbaustein:

Nicht das ich etwa glaube, dass meine Texte ohne Fehler geschrieben sind. Solange ich mich nicht als professionellen Texter verdingen will, weise ich solche Ansprüche von mir. ;-)

An dieser Stelle habe ich einmal mehr über die Swisscom Netzwerkkabel geflucht. So unnütz wie ein Model auf dem Laufsteg: gummiartige Stecker, welche trotz Klickgeräusch erst nach mehrfachem drücken verbinden (rotes X bei der Netzwerk-Karte). Zweitens sind sie «unshielded» («schlank ist sexy»), was bedeutet das jeder mechanische Druck zu Kabelbrüchen führen kann. Drittens sind diese Kabel nicht beschriftet, was für einen Netzwerker ein weiteres NoGo ist.

Das Gerät hat keinen Netzschalter. D.h. Stromkabel ziehen / einstecken oder über GUI den Neustart auslösen.

Hintergrund

Wenn man das Gerät konfiguriert, kann irgendwann der Punkt eintreten wo ein Reset unvermeidlich ist. Hier gilt es zu beachten, dass dann die Swisscom Firmware gelöscht wird. Die Swisscom Website bietet keine download der Orginalfirmware (.CFG Datei). an. Natürlich kann auch eine eigene Sicherung zurückgespielt werden.

Der Zugriff auf den Switch zeigt ein vertrautes Bild:

Der erste Schritt in einem neuen Gerät ist das ändern des Standard Passwortes des Benutzers «Admin».

Nach der Änderung klickt man links unten auf «Save Config». Bevor man das macht sollte man wissen, dass der Switch danach automatisch bootet. Der Switch wird automatisch neu gestartet. D.h. die angeschlossenen Geräte haben für ca. 40 Sekunden keinen Internet Zugriff. Dass man bei solchen Schreibzugriffen, mit einem Stromunterbruch ein defektes Gerät riskiert, muss man ja nicht extra erwähnen.

I.d.R. wird man einem Netzwerkgerät eine fixe IP geben. Alternativ kann im Router dem DHCP Server mitteilen, dass ein Gerät immer die gleiche IP erhalten soll. Im Falle der Internet-Box über («Experte» - Modus): «Netzwerk» - «IP-Einstellungen» - «statische IP automatisch zuweisen».

Der Zugriff mit SSH und Telnet ist deaktiviert. Anschliessend ist ein Zugriff über SSH problemlos. Die CLI Referenz ist im Dokument «TL-SG2008 CLI Reference Guide» zu finden. Es ist auf der beigelegten CD (optische Datenträger für Netzwerkgeräte im Jahre 2016?) zu finden. Oder im Internet.

Fazit

Ein Switch der einfach in Betrieb zu nehmen ist. Anderseits den Layer2 mit allen relevanten Möglichkeiten abdeckt.

 

 

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Wert

Erstellt

7.5.2016

Letzte Änderung

19.10.2017

ID

0028

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Autor

Peter Gyger

 

        

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