Peter Gyger online

"Gring ache u seckle" (Quelle: A. Weyermann)

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Sonntag

Swisscom und Kundendienst 2.0:  "Swisscom setzt auf Chat-Bots für den Kundendienst".  Anlässlich der CeBIT 2017 habe ich das für grössere Firmen wie die Swisscom als Szenario beschrieben. Verdammt - warum muss man Recht behalten? Wir hatten einmal eine soziale Marktwirtschaft. Genauso wie wir einmal bewachte Grenzen und Kontrolle hatten, wer in diesem Land ist. 2017 hat man Konzerne und Kostenfaktoren. Arbeitnehmer in der ersten Welt sind teuer. Warum erwartet jemand, dass diese Arbeitsplätze beschützen? Selbst wenn sie es wollten? Sowenig ich einem Bundesstaat und Steuern Sympathie entgegen bringen kann, wird die Lösung für die Politik aus dieser Ecke kommen. Kurz und gut: Der teritäre Sektor - d.h. der Dienstleistungsbereich - war seit den 90er Jahren der wichtigste Arbeitgeber. Ab 2018 wird das - IMO - spürbar zurück gehen...

 

Zugegeben: es sind primär die Chinesen in den grösseren Städten die vom Boom profitieren. Aber diese lernen sehr schnell, denken global und haben Leidenschaft für Ihre Arbeit. Wunderbares Beispiel ist dieser Bericht der "South China Morning Post": How a Beijinger brought artisanal French cheese-making to China.

 

Der Film "Kingsman - The Golden Circle" ist in Kambodscha verboten. Der Grund sind ausnahmweise nicht explizite Gewalt oder Sex Darstellungen. Wenn überhaupt, dann hätte Deutschland Grund gegen Hollywood zu klagen bzw. zensurieren, so oft werden diese als Filmklische - und nicht nur wegen einer Epoche in der Vergangenheit - verwendet. Ach ja und der schweizer Kulturminister sollte doch bitte schon mal die Messer wetzen, falls irgend einem Filmemacher es einfallten sollte, dass der Bösewicht ein schweizer Bankkonto hat...

 

 Der Fall Weinstein ging diese Woche durch die Medien. Eine bekannte Grösse im Filmgeschäft wurde durch die Medien medial hingerichtet. Es gab Anschuldigungen wegen Belästigung, keine geprüften Anklagen was ein Femegericht des Empörungsfeminismus ohnehin nicht braucht. 

 Don Alphonso hat es in seinem Blog "Deus ex Machina" wie gewohnt treffend beschrieben:

"Dazu wird es aber nicht kommen, denn es gibt den Empörungsfeminismus, und der kennt keine Gnade. Der Feminismus sieht die Gelegenheit, jetzt eine Welle zu reiten, und generell mit dem System Hollywood aufzuräumen: Mit der schlechten Bezahlung der Schauspielerinnen und der männlichen Dominanz der Regisseure, mit den alten, weissen Männernetzwerken in den Studios und bei der Verwertung, wo das grosse Geld verdient wird. Dafür stehen schon Denunziationsseiten im Netz.

Mit Weinstein fällt ein Titan des Geschäfts, und sein Fall muss als Drohung verstanden werden: Wenn es Weinstein erwischt, kann es jeden erwischen. Und es hilft Weinstein auch nichts dass seine Frauenfiguren in den Filmen fortschrittlich waren, dass er den Film “The Hunting Ground” über sexuelle Übergriffe an Universitäten trotz aller Kritik in die Kinos brachte, und persönlich gegen Trump demonstrierte. Er war ´der beste Freund der Demokraten, er requirierte Millionen für Wahlkämpfe, und seine Filme zeigten Gesellschaftsmodelle, die ganz anders als das sind, was sich die Trumps und Penns und Huckabees wünschen: Es hat ihm nicht geholfen."

Interessanterweise hat die Medien und Kulturwelt Woody Allen und Roman Polanski gegen solche bzw. wesentlich härtere Vorwürfe ("Pädophilie") stets verteidigt. Als die schweizer Regierung einen gültigen Verhaftungsbefehl gegen Roman Polanski umsetze, hagelte es Kritik aus In und Ausland. Was es hier dringend braucht, ist eine objektive Aufklärung und ein Strafmass unabhängig vom Ansehen der Täter. Aber dafür ist die mediale Hysterie bereits viel zu sehr angeheizt...

 

 

 

 

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