Peter Gyger online

"Gring ache u seckle" (Quelle: A. Weyermann)

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Sonntag

Was für ein wunderbar sonniger Tag. Ich fuhr durch die Hügel des Zürcher Oberlandes, sah auf den Pfäffiker See herunter, beobachtete grosse Vögel (Falken?) am Himmel. Die Tiere auf den Weiden und Koppeln dösen friedlich im Grase. Eigentlich müsste ich das in einem Video - Dashcam - festhalten. Ich denke, dass wenn ich auf YouTube suche wird ein entsprechendes Video zu finden sein. Was kein Video zeigen kann, was mein Herz dabei fühlt. Wie sehr ich damit mein Gefühl für Freiheit, Heimat und Glück verbinde.

Leider interessiert sich dafür kaum ein Politiker. Und auch keiner der linksgrünen Idealisten stört es, wenn man unsere Bevölkerungsichte innert einer Generation verdoppelt. Die traditionell max. 2 stöckigen Häuser durch doppelt und dreifach höhere Häuser ersetzt. Wenn ich vor 20 Jahren eine Zeitreise in das Jahr 2017 gemacht hätte und mit dem Auto vom Limmatal nach Bäretswil gefahren wäre, hätte ich geschworen das ich in einer Paralleldimension gelandet bin...

 

Heute Abend endlich die erste Folge der Serie "Quarry" gesehen. Die epische, düstere TV Serie von den Machern von True Detective zeigt die Rückkehr zweier US Soldaten nach dem Vietnamkrieg. Das Zivielleben fand jedoch ein aprutes Ende, nachdem die Meiden (TV - landesweit) Ihre Gesichter / Namen mit Gräueltaten in Vietnam in Verbindung brachten. Starke Bilder (vergleichbar mit No Country for old Man), viel Schweigen und Gewalt. Die FAZ hat eine treffenden Artikel geschrieben.

 

Wie findet man einen guten Mitarbeiter? Meine Antwort: man beobachtet. Ich hatte vor 2 Jahren für eine Freundin als auch gelegentlich für mich eine Putzfrau gesucht. Abgesehen von der Zielgruppen nahen Adressierung des Angebotes mit Inseraten in Migros und Coop, auch über Internet Plattformen. 11 Interessentinnen antworteten, inklusive einer optionalen Nacktputzerin (OK - ich gebs zu, dass ich Arbeit und Sex einfach nicht kombinieren kann... ) und die Voraussetzung "Auto" (Dorf auf dem Land) beschleunigte die Selektion erheblich. Wie ich erwartet hatte, war das Resultat nicht überzeugend. D.h. kein aktives Mitdenken und Interesse an der Wohnung.

Dieses Mal verliess ich mich auf die bewährte Methode. Ich beobachte im Alltag gerne Leute die an der Arbeit sind. In unserem Dorfladen ist mir seit längerem eine Phillipinnerin aufgefallen, die stets konzentriert beschäft war. Und wenn es nichts zu tun gab, reinigte sie die Kasse. Sie selber hatte keine Zeit, aber sie vermittelte mir eine Kollegin. Und hier bestätigt sich die zweite Regel: "Gleich und gleich gesellt sich gern". Und was für Asiaten auch dazu kommt, wenn man empfohlen wird, gibt man sich automatisch Mühe, damit die andere Person nicht an Gesicht verliert. Was soll ich sagen? Seit 4 Wochen ist sie wöchentlich 1x im Einsatz und das Resultat ist glänzend - in jeder Hinsicht. Wir unterhalten uns in hochdeutsch, ergänzend mit Englisch.

Natürlich interessiere ich mich für Ihre Kultur, da ich Chinesen, Japaner, Vietnamesen und Thays bereits ein wenig kenne. So kann ich ganz nebenbei mein kulturelle Kompetenz erweitern. Das Praktische mit dem Nützlichen verbinden - für mich perfekt.

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