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Nicht neu aber "hot": neue Swisscom AGB

In den letzten Jahrzehnten ist es für die meisten Computerbenutzer zur Routine geworden, Lizenzbedinungen oder AGBs "abzunicken". Man ist mehr oder weniger gezwungen die Google Suchmaschine zu benutzen. Oder hat keine Zeit / Motivation sich umzugewöhnen und ggf. Aufwände auf sich zu nehmen.

In dieses Kapitel gehören die Swisscom AGBs die sich vor einiger Zeit geändert haben. Wer die neuen AGB akzeptiert und nicht SOFORT im Kundencenter der Swisscom die Funktion "Voice Print" deaktiviert, dessen Stimme wird ausgewertet. So steht es in der Pressemitteilung. Praktisch haben die Kundendienst Mitarbeiter einen Prozess, über den der Kunde identifiziert wird und er offiziell über Aktivierung der Funktion informiert wird. Die Stimme ist in naher, sehr naher Zukunft informativer als ein Fingerabdruck oder Iris Scan. Aktuell findet man im Web einige Artikel dazu. Ein guter deutschsprachiger Artikel ist hier  zu finden. Ein gut rechercherter Artikel im englischen Sprachraum hat Fortune  veröffentlicht.

 

Swisscom schreibt in dem oben verlinkten Artikel auch, wie der Kunde im Kundencenter die Funktion ausschalten kann:

"Ihre Voiceprint Einstellungen finden Sie im Kundencenter unter Meine Daten > Datenverwendung > Datenverwendung von Swisscom > Stimmabdruck"

Wer jedoch nicht nach dem abnicken der Swisscom AGB das getan hat, stattdessen wegen irgend einer Frage den Swisscomkundendienst angerufen hat, der wird die kurze Info hören "Ihre Stimme wurde für ... gespeichert". Der Mitarbeiter am Telefon, der für Ihre Frage deren Sie angerufen haben zuständig ist, wird nicht zwingenderweise den Kontext der neuen Frage verstehen. "Voice Print?. Sie sind mit dem technischen Kundendienst verbunden. Stimmspeicherung sagt mir nichts", so könnte die Redaktion sein. Auch wenn Swisscom einer der besten Arbeitgeber - gerade in niederen Arbeiten wie im Callcenter - ist, so kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Mitarbeiter über Voice Print nicht informiert ist. Bzw. die Prozesse nicht kennt. Wer unsicher ist, ruft nocheinmal an und bittet den Mitarbeiter den Prozess zum löschen der Stimmaufnahme "Voice Print" auszulösen. Wie immer sich den Namen des Mitarbeiters notieren (auch wenn er mehr als 20 Buchstaben hat), am nächsten Tag nocheinmal anrufen und nachfragen, was der Agent für eine Aktion ausgelöst hat. "Vertrauen ist gut - Kontrolle besser" - das gilt im besonderen bei Big Data, AKW und Waffen. Man steht nie dümmer da, als wenn man in so einer Situation bekennen  muss, "ich habe geglaubt ,dass..." oder "Ich habe mich auf den Ruf der Firma verlassen...".

Natürlich hat der User Tuxone - der beste Freund des Swisscom Managementes - auch einen Artikel dazu geschrieben.

 

 

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