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Bluewin E-Mail einrichten oder wie ich das fürchten lernte...

Eine Freundin bat mich, Ihren neuen Notebook in Betrieb zu nehmen. Dank Checkliste und einer Sammlung Tools auf NAS / USB-Stick eine schnelle Sache. Neugierig und furchtlos (*hüstel*) wie ich bin, dachte ich mir das ich in die Rolle eines Anwenders schlüpfe und prüfe wie Swisscom den Anwendern unterstützt.

Über die Suchmaschine (identische Treffer mit duckduckgo.com und mit google.com) wird man auf die Seite "E-Mail einrichten oder reparieren" geführt. Dort unter dem Abschnitt "Automatische Einrichtung (Windows und Mac)" über den blauen Button "Zum Download" den Assistenten auf die Festplatte kopiert und installiert. Die Download Seite weist aus, mit welcher Software / Versionen sie kompatibel ist:

"- Kompatibel mit Windows 7, 8.x und 10 / Windows Live Mail und Office Outlook (07 - 16).



- Kompatibel mit Mac OS 10.10, 10.11 und 10.12 / Apple Mail, Microsoft® Office 2011, 2013 & 2016."

Nach der Anmeldung mit dem richtigen Swisscom Login - viele Benutzer haben mehr als einen Swisscom Login und eine Bluewin E-Mail Adresse ist einem Login fix zugeordnet - wird folgende Maske angezeigt. Wie üblich kann das Programm in den (inoffiziellen) vier Landessprachen installiert werden. Der Funktionsumfang ist identisch. In dieser Installation ist es englisch.

 

Nach dem Klick auf die Schaltfläche "E-Mail" wird diese Maske angezeigt. Hier nach der Installation der @bluewin.ch (bzw. @bluemail.ch) E-Mail Adresse.

 

 Das erste was einem an dieser Maske auffällt, das ganze Menu besteht auf zwei Registern "configured" und "not configured". D.h. unter dem Register "configured" sieht man, welche Bluewin E-Mail Adressen des SC Logins man bereits installiert hat und unter "not configured" welche nicht. Es gibt keine Reparaturfunktion. Eine falsche Konfiguration des E-Mailprogrammes kann nur manuell korrigiert werden. Oder über löschen (Papierkorb) im Register "configured". Mit der gelöschten E-Mail Adresse werden auch die E-Mails - im Falle Outlook in der PST Datei - gelöscht. Wenn das Protokoll "IMAP" gewählt wurde, werden die E-Mails nicht nur lokal gelöscht. Der Synchronisationsvorgang löscht die E-Mails auf dem Server sowie allen Endgeräten...

 

Meine Geschichte lief wie folgt ab. Der Swisscom Assistent reklamierte, dass Outlook auf diesem Computer noch nie gestartet war. Man solle Outlook starten, einrichten ohne E-Mail Adresse wählen, damit die Einträge in der Registry erstellt sind. Leider geht einrichten ohne E-Mail mit Outlook 2016 nicht mehr. Auch über Systemsteuerung -> E-Mail ->  Profil einrichten, muss eine E-Mail Adresse angegeben werden.

Die Freundin hat noch eine Microsoft E-Mailadresse (@outlook.com). Also mit dieser Outlook 2016 eingerichtet. "Outlook.com" verwendet als Protokoll "ActiveSync". D.h. heisst es wird keine PST, sondern eine OST  Datei erstellt. Danach den Swisscom Assistenten gestartet. Jetzt kann die Bluewin E-Mail Adresse eingerichtet werden. Protokoll POP gewählt.

Leider muss das E-Mail Passwort angegeben werden. Das ist ein Minuspunkt für die Sicherheit. Erstens soll ein Passwort nicht in Drittprogrammen (Bsp. Social Media Aggregatoren Apps, welche das verwalten von verschiedenen Social Media Kanälen unter einem App möglich machen) eingegeben werden. Zweitens wird das Passwort von Outlook in die Registry geschrieben. Drittens wird der Anwender nicht ermuntert, jedesmal beim starten von Outlook das Passwort einzugeben. Viele Nutzer arbeiten mit dem E-Mail Account nur statisch. D.h. es werden nicht alle paar Minuten E-Mails empfangen oder gesendet. Analog dem entsperren des Handybildschirms alle 1 - 2 Minuten ist das sinnvoll und zumutbar. Lediglich eine Frage der Gewöhnung.

Nach dem Start von Outlook sieht man nicht wie gewohnt zwei E-Mail Adressen. Outlook separiert die E-Mail Konten nach Protokoll: POP, IMAP, ActiveSync. Eine Überprüfung der Kontoeinstellungen zeigt, dass der SC Assistent das Mailkonto korrekt - d.h. mit TLS Protokollen (POPS / SMTPAUTHS) eingerichtet hat. Jedoch wird keine .PST Datei angezeigt. Nur eine OST Datei. Der download von dem Bluewin Konto hat nach dem Start von Outlook angefangen und wurde nach dem Blick auf die Kontoeinstellungen gestoppt. Zu spät. Dutzende von E-Mails waren bereits vom Bluewin Mailserver in das Postfach der Outlook.com Adresse verschoben worden. "Active Sync" hat die neuen E-Mails im Postfach zügig auf den Microsoft Server kopiert...

Grundsätzlich technisch gesehen kein Problem, da kein Datenverlust entstand. Man kann die E-Mails erneut an die BW Mailadresse schicken und im Outlook.com Postfach löschen. Jedoch gibt es für einige Benutzer gute Gründe, keine Internetdienste ausserhalb der Schweiz bzw. EU zu benutzen. Daher ist es eine dumme Panne und keine Bagatelle. Wenn ein ActiveSync Konto in Outlook 2016 konfiguriert ist, wird der Swisscom Assistent (aktuelle Version) genau diesen Fehler reproduzieren.

 

Die Lösung war einfach. Verzichten auf den Swisscom Assistenten und zwei E-Mail Adressen manuell einrichten. Für die POP3s Konten aktiviere ich die Option "Mails auf dem Server belassen". Backup der PST auf das NAS einrichten. B.t.w. darf ein Backup Laufwerk NIE permanent mit den Clients verbunden (mounted) sein. Andernfalls wird im Falle eines Angriffes durch einen Verschlüsselungs-Viruses auch das Backuplaufwerk überschrieben. Die OST Datei der Outlook.com Datei muss nicht gesichert werden, da diese nur mit dem Server synchronisierte Daten enthält. Die Grösse  dieser Datei wird in Outlook konfiguriert. Wer eine schnelle und permanente Internetverbindung hat, kann diese auch ausschalten in dem man den Exchange Cachemodus deaktiivert

 

 

 

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