Peter Gyger online

"Gring ache u seckle" (Quelle: A. Weyermann)

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Bandbreite - wieviel ist genug?

Was genau steht hinter der Aussage "Mein Internetzugang ist zu schwach" bzw. "Ich brauche mehr Geschwindigkeit im Internet"?

Mehrheitlich ist es ein Benutzer, der mit einem Gerät (Computer, Tablet, Handy, etc.) eine Dienstleistung über das Internet nutzt bzw. nutzen will. Und das lässt sich nicht bzw.  nicht in der gewünschten Schnelligkeit umsetzen. Gerade die Schweiz mit Ihrer Topologie hat noch viele Quartiere / Regionen, wo nur ADSL ( hypothetisch max 6400 KBit) oder Internet über Satellit genutzt werden kann. U.a. dank der Vorschriftenflut des Bundes und seiner immer zahlreicher werdenden Mitarbeiter, sind auch Branchen wie die Landwirtschaft vom Internet abhängig. Immerhin hat jeder Haushalt in der Schweiz Anrecht auf eine Grundversorgung mit Internet.

Wenn ich die Betroffenen frage, wo und wie sie die zu schwache Bandbreite erleben, stellt sich oft folgender Sachverhalt dar:

A: Zugriff über WLAN (langsam und / oder schwankend)

B: Nur ein Gerät bzw. bestimmter Service ist betroffen

C: Internet unterwegs über die SIM Karte

C: Das Wunder Glasfaser: "Wenn ich nicht mehr benachteiligt werde und endlich Glasfaser erhalte, werden sich meine Computer und Internetprobleme in Luft auflösen"

D: Gott-Komplex: "Ich habe das teuerste Abo genommen, die teuersten Geräte gekauft und die hübsche Verkäuferin hat mit fest versprochen, dass ich überall im Haus und TV ultraschnell über die Datenautobahn flitzen werde".

WLAN bzw. die Vernetzung eines Ort, welcher über die normale 4 Zimmer bzw. einem Stockwerk hinaus geht, ist nicht Aufgabe der ISP. Je nach Erfahrung / Fachwissen des technischen Supporters des ISP kann man zielführende Informationen erhalten. Zu oft wird man auf Allgemeinplätze und flaches "Hören-sagen" stossen. Mein Ratschlag ist: "lesen macht klug". Als Swisscom Kunde (Swisscom Login erforderlich) kann man die Support Community nützen. Dort hat man Kontakt mit erfahrenen Anwendern, technischen Spezialisten sowie Swisscom Mitarbeitern (ehrenamtlich - i.d.R.) welche einem mit hochwertigen Infos versorgen.

Aus technischen Gründen ist ein Internet über ein Glasfaserkabel (optisches Medium) immer die bessere Wahl zum Kupferkabel (Telefon). Auf den Drähten / Relais der alten PTT und einer Hausverkabelung, welche für 48 Volt Telefonie ausgelegt ist, werden danach moderner Softwaretechniken sehr schnelles Internet angeboten. Und mit jeder Steigerung werden weitere Schwachstellen zum Problem. Analog einer Formel1 Boliden, die über eine alte Landstrasse brettert. Im Haus selber ist das Ethernetkabel, welches über 8 Adern auf Ethernetdosen im Haus geht die richtige Wahl. WLAN Accesspoints werden immer intelligenter ("MESH"), bleiben jedoch "gesharte Medien". D.h. nicht vertrauenswürdig und last but not least generieren sie Elektrosmog. Ein Telematiker ("Netzwerk Spezialist") ist dafür die richtige Wahl. Wenn man Glück hat, arbeitet dieser mit einem IT Fachman (Betriebssyteme, Netzwerkprotokolle, etc.) zusammen, damit die einzelnen Baustellen auf den Geräten gezielt angegangen werden.

Bandbreite ist gut. Analog Hubraum beim Auto. Aber der Glaube, dass "Mehr" auch "Besser" ist, ohne das man effektiven Nutzen quantifizieren kann ist "glauben". Und "glauben" hat in der Technik keine Relevanz. Wir sind 5 Personen im Haushalt und benötigen, daher 80 MBit Bandbreite.
Aha? Und steht diese Formel? Bereits einmal den effektiven Verbrauch gemessen, wenn man HTML5 Netflix Videos geschaut  hat? Oder Kino.to und deren Nachfolger gestreamt hat? Kann man das Problem reproduzieren, wenn die Endgeräte mit NW-Kabeln angesteckt sind? Welcher "Switch" bedient die ca. 2 Endgeräte pro Haushaltsteilnehmer? Ein stabiles, schnelles Netzwerk entsteht durch stetiges verfeinern und optimieren.

Ein anderes praktisches Beispiel wie man Bandbreite erleben kann:

Internetabo mit 20'000 KBite (20 MBit)
Media PC (Win 10 auf SSD)
NAS (WD Red Festplatten) über CAT 6a / SMB Protokoll mit dem Media PC verbunden

Download im Umfang von 630 GB auf Dateien von 200 MByte  aufgeteilt. Über das Tool "Jdownloader" und Hoster (HTTP Protokoll) auf die NAS Festplatte geholt. Da der download eine Multihoster Angebot war, testete ich einen anderen Hoster. Das ganze dauerte fast 5 Stunden Jdownloader zeigt ja auch sehr schön die durchschnittliche Datenmenge an, welche über die Leitung geht.

Mit einem Fibreanschluss und einem entsprechenden Internet-Abo (1 Million KBite) könnte ich die Zeit wahrscheinlich erheblich verbessern. Anderseits bieten diese Hoster bzw. Jdownloader Premium Optionen an, welche einen höheren Datendurchsatz ermöglichen. Rein rechnerisch müsste ich mit einem Fibreanschluss, der in der Schweiz mindestens 300'000 Kbite Durchsatz anbietet, auch 15x schneller (300 MBit / 20 Mbit) sein. D.h. der download aus dem Beispiel oben, müsste in ca. 20 Min (302 Min / 15) fertig sein. Was ich ehrlich nicht glaube. Der Flaschenhals wird der Internetserver (Auslastung) sowie lokal NW-Karte / Treiber und Festplattencontroller sein.

Andererseits müsste der download mit einer 4000 Kbit Leitung (ADSL) auch um den Faktor 5 länger gehen. Was ich auch nicht als realistisch taxiere. Eher bei 3x länger. Wenn ich die 2x 168 Stunden Woche erfunden habe, werde ich das NAS und den MedienPC unter den Arm klemmen und solche Praxisversuche machen. Dieser Thread dokumentiert beispielhaft die Aspekte von Ethernet und Netzwerkprotokollen.

Die Umstellung dieses Bloges auf HTTPS ist eine Geld und Zeit Frage. Da hier keine Anmeldungen stattfinden, keine SEO Daten von irgendwelchen Addons erhoben werden, sollte das kein Problem für den Besucher sein.

 Lesenswert:

Vertrauen und Blockchain‎ Contracts
Zitat:
"Martin Steiger stellt die Frage, ob ein Smart Contract ein Vertrag im rechtlichen Sinn ist und verneint sofort. In einem Rechtsstaat besteht zwar Vertragsfreiheit und Verträge können grundsätzlich formfrei geschlossen werden. Aber ein Vertrag setzt immer übereinstimmende gegenseitige Willensäusserung der Parteien voraus. Deshalb stimmt für Martin die Gleichung «Code = Law» nicht "

Gizmodo: "Disney Could Go Westworld With New Patent Filing for Soft 'Humanoid' Robots"
Eine Folge im aktuellen "Rober und ich" Spiel. Disney geht Richtung "Westworld". Bisher stelle ich sich die Frage, ob es humaner ist wenn in Kriegen Menschen einen Menschen töten. Anstatt eines "Terminators". Im nächsten Jahr könnte die Frage lauten, ob (sexuelle) Gewalt gegen Roboter, schlimmer als Games (GTA, etc.) sind. Oder ein legitimes Ventil, so wie Maschinen immer die Arbeit machen,  die die biologischen Maschinen (Menschen) nicht tun wollen.

Apropos Überwachungsstaat... Wenn er den auch nur zu 99.9% fehlerfrei funktionieren würde, könnte man über den Gedanken spekulieren. Solange nicht einmal in Westeuropa, wo die Bürgerrechte weltweit am Besten geschützt sind, vor solchen Beamtenfehlern geschützt ist, steht das ausser Diskussion. Wenn ich den Link noch finde, werde ich das Beispiel hier posten, wo ein altes deutsches Ehepaar ohne jemals einen Internetvertrag gehabt zu haben, wegen Urheberrechtsverletzung abgemahnt wurde....

Das Restaurant Hecht in Fehraltorf besuchte ich das erste Mal 1994. Gleich nach meiner Rückkehr aus New York suchte ich eine kulinarische Rekalibrierung. Egal ob man links in der Taverne oder rechts im Restaurant ass, der Charme der Gastgeberin sowie die Qualität (Frische) der Produkte und handwerkliche Präzision waren garantiert. Der Inhaber musste 2009 aus gesundheitlichen Gründen den Betrieb aufgeben. Diese Woche bot sich die Gelegenheit dort für ein Nachtessen vorbei zu schauen. Preis / Leistung als auch die Gastlichkeit des Ortes werden mich von einem weiteren Besuch fern halten. Beiderseits sicher kein Verlust.

Nebst der Qualität einer braunen Sauce, ist die Beschaffenheit des Fleisches bei Voressen / Gulasch für mich ein grosser Pluspunkt. Wer über Mittag in der Nähe von Fehraltorf weilt, dem empfehle ich einen (Internet-) Blick auf das Tagesmenu der Metzgerei Dönni. Männerportionen zum mitnehmen in einer über Jahren überzeugenden Qualität des Fleisches. Gelegentlich von der Frau des Inhabers und der kleinen Tochter im Hintergrund ausgeteilt.

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