Peter Gyger online

"Gring ache u seckle" (Quelle: A. Weyermann)

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Diese Woche hatte ich eine E-Mail Diskussion mit einem 2nd Level Support der Firma Hostpoint. Gegenstand der Diskussion war eine TLD ("Domain Namen", welche ich nie benutzt habe. Wert: 15 Franken. Die Mitarbeiterin bestand auf einer schriftlichen Kündigung, obwohl der Vertrag online abgeschlossen war. Da ich vorgängig mit der Buchhaltung eine Rechnungsfrage geklärt habe, war ich auch sicher identifiziert.

Eine schriftliche Kündigung für einen online abgeschlossenen Vertrag über einen Gegenstand von so geringem Wert? Unverhältnismässig und nicht verhältnismässig - IMO. Das deutsche Gericht hat das das letzte Jahr auch in diesem Sinn abschliessend so beurteilt. Dieses Thema war Gegenstand eines Artikels in der CT 6 / 2017. Kann auch als Podcast (MP3 / MP4) der Serie C'T Uplink konsumiert werden. Da unsere Bundesbeamten sich seit Jahren dem Kurs der EU verpflichtet fühlen, wird das wahrscheinlich auch in der Schweiz so interpretiert werden. Die (vermutlich) junge 2nd Level Support Mitarbeiterin lenke schlussendlich schmollend ein:

"...Das ist in Ihrem Fall zwar mehr ein "Kunstgriff", da wir das üblicherweise nur z.B. bei Zahlungsunfähigkeiten oder bei einem enorm und mehrfach manifestierten unangenehmen Tonfall eines Kunden gegenüber unserer Mitarbei ...ter in Betracht ziehen. Aber wie gesagt, in Ihrem Fall können wir das schon auch so machen - das bedeutet für Sie keinen weiteren Aufwand mehr."

Wenn eine zielführende Kommunikation nicht zum Ziel geführt hätte, müsse man den Rechtsschutz (bzw. die üblichen Konsumentenforen) einschalten. Konkret denke ich dabei an den UWG 8, welche nicht geschäftliche Nutzer im Sinne des "zwingenden Rechtes" schützt. Wenn Zeit dafür bleibt, werde ich das genauer prüfen. Ein Einstieg zu dieseme Thema fand ich auf der Webiste von Professor Arnold Rutsch. Ein paar Beispiele der Informationen die dort angeboten werden, sind unten aufgelistet.

 

Das Swisscom Produkt InOne hat für viele Konsumenten klare Vorteile: Z.B. wenn bereits mehrere Swisscom Infinity Handy Abos an der gleichen Adresse vorhanden sind. Oder das man alle TV Features ohne eine schnelle Internetverbindung abonnieren kann. Wer jedoch bereits Swisscom TV hat, muss beachten das die in den Abos enthaltenen Sender nicht e1:1 übereinstimmen. Und einzelne Sender kann der Kunde nicht dazu kaufen. D.h. wenn bestimmte Sender ein KO - Kriterium sind, vor dem Abschluss prüfen, ob diese im gewünschten Paket enthalten sind. Swisscom TV Kunden, die noch die Microsoft Showroom Lösung aka "TV 1" verwenden, müssen auf die TV 2.O Lösung wechseln. Diese Plattform wird asap ausgeschalten.

 

Der Swisscom Internet-Booster ist ein spannendes Stück Technik. Im wesentlichen zusammengefasst, wird das LTE Netz genutzt, um die Internetbandreite des Festnetz Internets (mit Internet-Box 2) bis auf 60 Mbit zu erhöhen. Dazu wird MPTCP (Multipath TCP) verwendet, welcher mit transparenten Socks-Proxys das ganze bündelt. Das hat auch ein paar Einschränkungen zur Folge, da der UDP Traffic nicht darüber gehen kann. Oder das das online gamen nur mit ausgeschaltetem Internet-Booster funktioniert. In einem der nächsten Internet Box 2 Firmware Releases wird man einzelne Netzgeräte vom Booster Betrieb ausschliessen können. So kann dann der Booster eingeschaltet bleiben.

Lesefutter:

"Aeon.co" - ein Webmagazin

ZDNet.de: Windows 10 Sicherheitseinstellungen - Installation nur aus Windows Store erlaubt

"Croudlending?"

heise.de: Schneller und sicherer: Multipath-TCP auf dem Vormarsch

Blog auf multipath-tcp.org

IRTF: Multipath bonding at Layer 3        

TROOPERS15

 

 

 

 

 

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