Peter Gyger online

"Gring ache u seckle" (Quelle: A. Weyermann)

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2016 – 01 - 28

Swisscom hat auf Ihr Website ein 79 Seiten umfassendes Buch mit dem Titel «IT Security - Konzepte für eine IT-Security von morgen» veröffentlicht. Einer der wesentlichen Punkte ist, dass IT sich als strategischer Business Partner verstehen soll: «Human Centered Security». Als Autor wird die «Group Security» von Swisscom genannt, welche das Sicherheitsmodell der Swisscom vorstellt.

Meine Erfahrung ist: Sicherheit ist lästig und unbequem. Analog Sicherheitsgurten muss anfangs erzwungen werden, bis sie in Fleisch und Blut übergeht. Und wo Rechte sind, da sind bekanntlich auch Pflichten. D.h. wenn das Unternehmen «Bring your own Device» (BYOD) erlaubt, dann übernimmt man auch in stärkerem Masse Verantwortung. Z.B. das das Handy analog einem Arbeitsplatzcomputer nach plus / minus 1 Minute gesperrt (Tastatursperre) sein muss.

Wenn dann trotz Webinars, Intranet Aufrufen, persönlichen Trainings ein oberes Kadermitglied oder wertvoller Fachexperte regelmässig sein Handy auf dem Tisch liegen lässt. Die Prüfung ergibt, dass es nicht gesperrt ist. Und das wiederholt. Dann wird der CIO eine Nagelprobe erleben- IMO.

Aber wahrscheinlich sollte man Sicherheit gar nicht so ernst bzw. wichtig nehmen. Die Kundendaten von Sony wurden zweimal gehackt, interner Mailverkehr auf Wikileaks veröffentlicht. Geschätzt 20'000 Arbeitsplatzrechner des deutschen Bundestages waren über Wochen in Händen der Hacker. Mit den Administratorenpasswörtern. Obwohl man weiss, dass die reale Möglichkeit besteht, unerwünschte Software in Hardware einzunisten wurden die Geräte nicht entsorgt. Unsere eigene Telekommunikation Nutzung wird von verschiedenen Geheimdiensten (inkl. Inländischem Staatstrojaner) überwacht und angezapft. Die meistgenutzten Firewalls in Banken / Versicherungen («Juniper») enthalten Backdoors, SSL war über 20 Jahre für jeden Insider offen («Heartbleed»), die automatischen Autoöffnungs systeme (Auto öffnet die Türe, wenn der Schlüssel n Meter nahe ist) sind seit gut 5 Jahren für jeden interessierten Laien hackbar. Etc.

Der Sprung von Videobändern zu optischen Datenträger (DVD) war relativ kurz und schmerzlos. Blu-Ray kämpfen geschätzt seit 2007 um die Nachfolge. Z.B. ist mir keine öffentliche Bibliothek bekannt, die BR im Sortiment hat. Und jetzt kommt die Silberlinge im Format Ultra Blu-ray auf den Markt.

Warum? Rein ökonomisch wird die Rechnung nicht aufgehen. UHD zieht. Spätestens beim nächsten Sport Grossanlass, wenn die Live Übertragungen anstehen, wird der Sportfan aufrüsten. Was jedoch nicht relevant für die Filmdatenträger ist, die er danach kauft.

Eine Blu-Ray in durchschnittlicher Qualität gesehen auf einem TV der Mitteklasse (ca. 1600 Franken), wobei der Film nach 1998 gedreht sein sollte, ist gegenüber der DVD erkennbar im Vorteil. Auch gegenüber HD Streams von Swisscom, Netflix etc.

Aber der Unterschied ist deutlich geringer, als beim ersten Wechsel von den Video Tapes zu der DVD. Daher für viele kein Argument. «Ultra Blu-ray» bietet noch geringerer Vorteil, für höheren Preis und komplexere Situation: Soll es ein DisplayPort oder HDMI2 Schnittstelle sein? Unterstütz der TV auch HDR? Unterstützt der TV / Projekter die Tonformate oder muss ein Home Cinemaanlage angeschafft werden? Muss es OLED sein oder reicht ein LCD? Und mal ganz am Rande: Wie wird es mit 3D weitergehen? Oder ist 3D bereits Geschichte und wird ab 2017 von VR bzw. HoloLens abgelöst? Last but not least: Die Ungewissheit und Unsicherheit in allen Lebensbereichen nimmt zu. Daher werden weniger Konsumenten «just for fun» Geld für diese neue technologische Entwicklung ausgeben.

Die perfekten Klingen stammen aus Japan. Stimmt wahrscheinlich. Das jedoch das schmieden von Klingen auch eine europäisch / schweizerische Tradition hat, zeigt die Doku «Wurmbunt». Darin gehen ein Waffenschmid und ein Archäologie auf die Suche nach der Schwertseele.

 

 

 

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